Angefangen hat es mit einem Stuhl

Malte Grieb, der Ambivalenz gegründet hat, ist kein gelernter Designer, sondern Wirtschaftswissenschaftler. Vielleicht kam er gerade deshalb auf eine Frage, die sich die Möbelbranche selten stellt: Warum steht ein Stuhl eigentlich im Weg, wenn niemand auf ihm sitzt?

Die Antwort war ein Klappstuhl aus Birkensperrholz, der sich auf zwei Zentimeter zusammenfalten lässt und dann an der Wand hängt – wie ein Bild. Nur: Einen Beschlag, der das kann, gab es nicht zu kaufen. Also hat er ihn zusammen mit dem Designer Sebastian Feucht selbst entwickelt. Ein gutes Jahr Tüftelei, dann saß der Mechanismus. Aus dem Stuhl wurde Fläpps – und aus Fläpps ein ganzes System.

Fläpps – Möbel, die sich zurücknehmen

Heute ist Fläpps ein wandhängendes Möbelsystem für fast alles: Schreibtisch, Regal, Garderobe, Küchentisch, Schminktisch, Schuhregal. Jedes Modul ist ein eigenständiges Möbel, alle lassen sich frei kombinieren. Aufgeklappt volle Funktion, zugeklappt eine flache Fläche an der Wand – bei den bedruckten Modulen sogar ein Wandbild. Die Motive stammen von ausgewählten Grafikkünstlerinnen und -künstlern, mit denen wir zusammenarbeiten.

Und weil eine Anleitung, die zugleich Bohrschablone ist, mehr hilft als jedes Werbeversprechen: Die Montage ist einfacher, als Du denkst.

Curt – das Sofa, das sich nicht festlegt

2020 kam Curt dazu, gemeinsam mit der deutsch-kanadischen Designerin Joa Herrenknecht gestaltet. Curt ist ein modulares Sofa aus nur einer einzigen Modulform – einem Pouf mit quadratischer Grundfläche. Verbunden werden die Module mit einem eigens entwickelten Gurt-System: einhaken, festziehen, fertig. Und wenn Du morgen lieber ein Ecksofa hättest statt eines Dreisitzers – aushaken, umbauen, fertig. Kein Werkzeug, keine Festlegung, keine Verbindung für die Ewigkeit.

Durchdacht statt dekoriert

Ein Prinzip hat sich seit 2012 nicht geändert: Kein Produkt kommt in die Kollektion, nur weil es anders aussieht. Es braucht eine neue Funktion, einen Twist in der Modularität – oder Minimalismus, konsequent zu Ende gedacht. Die Ideen dafür kommen selten vom Reißbrett und meistens aus dem Alltag: Das Gitarrenregal zum Beispiel entstand, weil zu Hause eine neue Gitarre keinen Platz hatte.

Wir mögen Möbel, die lange bleiben – auch wenn sich alles um sie herum ändert. Deshalb sind Curt-Bezüge abnehmbar, austauschbar und kombinierbar, deshalb kannst Du einzelne Module und Teile nachbestellen statt neu zu kaufen, und deshalb wird bei uns eher an einem Beschlag gefeilt als an einem Claim. Gefertigt wird in der EU.

Wer sich das alles ansehen will: Unser Showroom in der Eberswalder Straße 34, 10437 Berlin (Prenzlauer Berg) steht offen.

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